Primärtherapie - Der Prozess
Die Primärtherapie beinhaltet die schrittweise Umkehrung dieser Entwicklung (siehe >Situation<) und ermöglicht das Heilungs- und Entwicklungsprozesse wieder ihren natürlichen Lauf nehmen.
In der Therapie geht es u.a. darum, ausgehend von aktuellen Situationen bzw. dem Geschehen in der Therapie selbst, einen Weg durch die Abwehr hin zum eigenen tieferliegenden Gefühl zu finden. Das beinhaltet, dass die Teilnehmer, mit Hilfe therapeutischer Interaktion und Anleitung, darin gefördert werden ihre Gefühle nicht mehr abzutun, wegzudrängen, wegzureden-/denken, unbeachtet lassen und ihnen den nötigen Raum zukommen zu lassen. Unbewusste Konflikte/ Gefühle, blinde Flecken (Schattenbereiche) werden in diesem Zusammenhang wahrnehmbar - uns selbst unmittelbar fühlbar- und so einer Bearbeitung zugänglich. Das Eintauchen in diesen „primären“ Gefühlsbereich (ein Primärerlebnis) ist trotz oder gerade wegen des empfundenen Schmerzes eine heilsame Erfahrung, die eine unmittelbare Entlastung mit sich bring.
Energie, die zuvor in der Abwehr dieser Gefühle gebunden war, wird wieder frei verfügbar. Neue Einsichten und Handlungsspielräume tuen sich auf .
Der Weg zu tiefer liegenden Gefühlen beinhaltet in der Regel, im Vorfeld auftretende Phasen von Spannung bzw. Auseinandersetzung mit der Gefühls-Abwehr die überwunden dann in das eigentliche Fühlen mündet.
Aufgabe des Therapeuten in diesem Prozess ist es, die auftretenden Abwehrmuster zu erkennen und das tieferliegende Gefühl zu erahnen und die Wahrnehmung der Teilnehmer auf beides zu lenken und ihn letztlich beim Eintauchen in diese Gefühlsbereiche zu unterstützen.
Die Teilnehmer entwickeln / finden im Laufe dieses Therapieprozesses zunehmend eine neue innere Haltung / Philosophie und Einstellung gegenüber ihren Gefühlen die es Ihnen ermöglicht, ihre Gefühle mehr anzuerkennen und aufzunehmen und einen weitgehenden ganzheitlichen Entwicklungsprozess anstößt.
