Primärtherapie, Kursprogramm Gruppenpsychotherapie und Selbserfahrung in Kiel, Praxis für Primärtherapie
Keywords:

Gruppenpsychotherapie Kiel - Selbsterfahrung - Fortbildung Gruppenpsychotherapie

Primärtherapie als Gruppenpsychotherapie

Die Gruppenpsychotherapie im Rahmen der Primärtherapie ist eine einmalige und intensive Erfahrung und hebt sich auf verschiedene Weise von anderen Therapieformen und auch Gruppenpsychotherapien ab. Ein wesentliches Element ist die besondere Beachtung von Nicht-Gefühlten-Gefühlen (ngG´s), von der unbewusst ablaufenden Gefühlsabwehr, von unterschwelligen Inhalten / Energien in der Kommunikation, von der Beachtung von Schattenbereichen im Sinne von C.G.Jung. Die primärtherapeutische Interaktion in der Gruppe hellt diese Bereiche auf, schafft Raum für Verborgenes, ermöglicht Heilungsprozesse und die Auflösung von Blockaden und Verzerrungen der Persönlichkeit durch Bearbeitung bis dahin verdrängter Inhalte ( Gefühle / Erinnerungen / Erfahrungen).

Zudem werden bestimmte Gefühlsqualitäten, die sonst im Alltag unterhalb der Bewusstsensoberfläche bleiben oder bei Personen seit der Kindheit verkümmert sein können, nach und nach wieder reaktiviert und Integiert. Das notwendige Auftauchen der Nicht-Gefühlten-Gefühle, ein Primärerlebnis, ist ein sehr heilsamer (katharthischer) Moment, welcher einen weitreichenden inneren Entwicklungsprozess in Gang setzten kann und auf lange Sicht zu mehr Tiefe und Lebensqualität führt.

Die Dynamik der Gruppe ermöglicht es unter Anwendung des primärtherapeutischen Methode und Settings einen natürlichen und ungekünstelten Fluss der therapeutischen Aktivität und Aufmerksamkeit zu erreichen. Auf diese Weise fühlt sich die Therapiesituation verhältnismäßig autentisch und klar an. Es wird aufgegriffen was „da ist“, diese kann alles sein, was auf bewusste oder unbewusste Weise von den Teilnehmern eingebracht wird und therapeutisch relevant ist oder einfach nur Interesse erweckt und für den Therapieprozess genutzt werden kann.

Es ergibt sich dabei ein breites Spektrum an Interaktion. Dies geht von einfachen aber sinnvollen Gesprächen auch z.B über das berufliches wie familiäre Fortkommen, über humorvolle Interaktion, über Nachspüren und Aufmerksamkeitsübungen bis hin zu Kontroversen und konfrontativen Auseinandersetzungen die allen Teilnehmern viel abverlangen. Durch die primärtherapeutische Herangehensweise ist das Vorgehen und die Interaktion in der Gruppe immer auch von Intuition, Beachtung von Gefühlen, Spontanität und Natürlichkeit geprägt.

Viele Teilnehmer berichten von der Erfahrung, dass sie sich erst in der Primärtherapie in ihrem Eigentlichen / Inneren wirklich wahrgenommen gefühlt haben. Dieses eigentlich (hinter der Fassade) gesehen und wahrgenommen Fühlen bewirkt von sich aus schon eine Weitung des Bewusstseins zu bis dahin verborgenen Gefühlen. Nach einem Wochendkurs in Primärtherapie gehen die Teilnehmer zumeist mit viel Energie und Tatkraft an die Dinge und ihr Leben heran, sie sind gelöst und voll Energie, weil sich bei Ihnen im Inneren etwas bewegt und gelöst hat sie ihr "System" wieder ein Stück weit von alten Lasten gereinigt haben.

Die Primärtherapie ist auch in der Gruppe ist ein längerer Prozess, in dem es nach und nach durch unterschiedliche Schichten in Gefühlen und Gedanken geht. Es tauchen auch immer wieder "Engestellen" auf ( im Sinne von blockierenden unbewußten Gefühlen / Energien) in denen es auch in der Therapie zu Auseinandersetzungen kommt. Dies ist meistens in einer Phase des Prozesses, an dem die Gefühlsabwehr mit dem Wunsch nach Fühlen und Einlassen noch am Kämpfen ist (Spannungsphase). So gehen die Teilnehmer in der Therapie durch einen lebendigen, intensiven Prozess hindurch.

Ist der therapeutische Prozess in einer fortgeschritten Phase sind die Teilnehmer von vielen ihrer alten Gefühls-lasten befreit und können insgesamt freier in ihrem Leben denken, handeln und fühlen. Sie sind weniger beeinflußt und beeinflußbar und ihre Wahnehmung ist weniger verzerrt durch unverarbeitete Erfahrungen, so dass sie sich direkter und selbstbewusster mit der Realität auseinandersetzten können. Die Teilnehmer haben dann wesentlich mehr die Fähigkeit entwickelt, ihr Leben, ihr "Schicksal", ihre Berufs- und Beziehungsgestaltung selbstbewusst und unter Beachtung ihrer und der Gefühle der anderen selbstbewusst zu übernehmen.

Das gesammte Kursprogramm in meiner Praxis wird in Form von Gruppenpsychotherapie durchgeführt. Für eine erfolgreiche Therapie ist eine regelmäßige Teilnahme am Programm notwendig. (siehe Psychotherapieprogramm)

Fortbildung Primärtherapie (Gruppenpsychotherapie) :

Die Teilnahme am Kursprogramm (Jahresgruppe) hat Fortbildungscharakter. Besonders für Menschen in heilenden Berufen (Heilpraktiker, Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Erzieher, Pädagogen) stellt das Durchlaufen der Module der Primärtherapie eine fundierte intensive und lehrreiche Fortbildung dar. Neben dem Vorantreiben der eigenen Selbsterfahrung, die wesentlich ist für das eigene klare und wirksame therapeutische Vorgehen, sind die Anregung durch die Gruppensituation das mitbekommen der Therapieprozesse der anderen Teilnehmer eine wesentliche und lehrreiche Erfahrung für einen Therapeuten. Zudem ist das Vorgehen in der Primärtherapie transparent (Methodentransparenz), das heißt die Grundgedanken und therapeutischen Überlegungen sind den Klienten einsichtig und werden auch im Sinne einer Psychoedukation vermittelt, weil diese Einsicht in das Therapiekonzept für den therapeutischen Prozess sehr nützlich ist.

  • Teilnehmer der Jahresgruppe erhalten ein Zertifikat über ihre Fortbildung. Die Jahresgruppe hat einem Umfang von ca. 250 Therapiestunden !