PRAXIS FÜR PRIMÄRTHERAPIE (PT-Kiel) | F.Becker, Heilpraktiker für Psychotherapie (HPG), Dipl.Soz.Päd (FH) | Lornsenstraße 41, 24105 Kiel |Tel: 0431-2209934 / Email: info@primaertherapie-kiel.de

Praxis für Primärtherapie (PT-Kiel)

Primärtherapie als Möglichkeit der Bewusstseinsentwicklung

Bewusstsein, Selbsterfahrung und Primärtherapie

Die Technik der Menscheit entwickelt sich in einem atemberaubendem Tempo weiter (Kommunikationsnetze, Computertechnik, Medizin, Gentechnik,...). Diese Entwicklung hat viel Potential aber birgt auch viele Risiken. Etwas unscheinbarer vielleicht, aber letztlich noch bedeutsamer, auch weil sie die Voraussetzung für einen nützlichen und nicht destruktiven Umgang mit der sich entwickelnden Technik ist, ist die Entwicklung unseres Bewusstseins.

Das Bewusstsein entwickeln !? Was ist Bewusstsein überhaupt und wie entwickelt es sich !? Diese Fragen können wohl ohne weiteres viele Bücher füllen.

Was ist Bewusstsein !?

Als Arbeitshypothese sagen wir, dass Bewusstsein umfasst unsere Wahrnehmung, unser Gewahrsein, auch in Form von Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung der Welt und anderer Menschen und Geschöpfe und unseren Willen. Bewusstsein hat also immer etwas mit Wahrnehmung zu tun. Unsere eigene Wahrnehmung von uns (Selbsterfahrung, Selbstreflexion, Introspektionsfähigkeit) und der Welt (unsere Feinfühligkeit, Aufmerksamkeit, Aufassungsgabe). Wahrnehmung ist also eine, vielleicht die zentrale Qualität unseres Bewusstseins, will man am Bewusstsein arbeiten, wird dieses sich auf die Schlüsselqualität von Bewusstsein auswirken müssen.

Was bedeutet es jetzt, in diesem Sinne die Qualität unseres Bewusstseins zu verbessern !?

Wenn wir unser Bewusstsein mit einem kleinen Wassertümpel vergleichen, ließe sich vielleicht sagen, dass ein trüber Tümpel einem trüben Bewusstsein und ein Tümpel mit kristall klarem Wasser einem klarem Bewusstsein gleicht. Im Sinne dieser Methapher kann unser Bewusstsein also klar oder trübe sein. Ähnlich wie unsere Sehfähigkeit klar oder getrübt sein kann. Eine Verbesserung unseres Bewusstseins ist in diesem Fall mit eine Klärung des Wasser zu verstehen, bzw. mit einer Beseitigung von Störungen, welche das Wasser trüben oder undurchsichtig machen. In einem klaren Tümpel sieht man die Steine am Boden, die Pflanzen und die Fische deutlich. In einem trüben Tümpel sieht man nur trübes Wasser. Im trüben Wasser sieht man vielleicht die Wirbel , welche ein Fisch auslöst aber den Fisch selbst sieht man nicht. Das Wasser ist nicht transparent. Ist unser Bewusstsein nicht transparent / klar, können wir nicht richtig mitbekommen, was in uns und in anderen und in der Welt vor sich geht - wir können es nicht wahrnehmen und tappen in viellerlei Hinsicht im Dunkeln / fischen im Trüben.

Das eigene Bewusstsein weiter entwickeln

Um ein mehr klareres Bewusstsein zu bekommen geht es also darum Trübungen, Schmutz und Störungen zu beseitigen, welche die Wahrnehmung der Dinge und von uns selbst stören.

Ein solcher Reinigungs- und Klärungsprozess findet in der Primärtherapie statt. Unser Bewusstsein, unserere Wahrnehmung von uns selbst und von anderen ist oft gestört und dem entsprechend sehen wir oft nicht wie die Dinge eigentlich liegen (vgl. Konzept des "Schatten" nach C.G.Jung). Die Wahrnehmung wird gestört , getrübt und beeinträchtigt durch Verdrängung von Gefühlen (verdrängten Komplexen) und das aufrechterhalten der Verdrängung dieser Inhalte. Jemand, der seine, vielleicht aus der Kindheit stammenden und verdrängte Angst vor Einsamkeit und Hilflosigkeit nicht aus seinem Bewusstsein gefischt und bearbeitet hat wird durch diese unbewusste und verdrängte Angst eine gestörte Wahnehmung haben. Er/ Sie wird vielleicht Dinge nicht erkennen, welche in seiner aktuellen Beziehung das nahen einer Trennung andeuten, die Anzeichen die er sehen könnte lösen seine alte Angst aus, welche gleich wieder von den Verdrängungsmechanismen in schach gehalten wird. In diesem Prozess verdrängt er die Anzeichen in der Gegenwart gleich mit  und kann aufgrund seiner gestörten Sensibilität nicht bewusst auf sie reagieren. Er/Sie trennt sich überstürzt, weil nicht wahrgenommen wird, dass es die alte Angst und ein unbewusst ablaufender Reflex ist, die zu einer übereilten Entscheidung treibt und nicht die eigentliche Situation im Jetzt. Dies sind kleine konkrete Beispiele dafür, wie unser Bewusstsein getrübt sein kann.

Primärtherapie als Katalysator für die eigene Bewusstseinsentwicklung

Nimmt sich jemand z.B. im Rahmen des Kursprogramms der Primärtherapie seinen Ängsten, seinem Schatten und Verdrängten Ereignissen an, was kein leichtes Unterfangen ist, und wofür man Eininges auf sich nehmen muss,  und bearbeitet dieser oft schmerzhaften und angsteinflösenden Gefühle, klärt sich hierdurch vieles in seinem Bewusstsein. Dieser globale Prozess führt zu einer verbesserten Qualität unseres Bewusstsein, welches dazu führt, dass wir die Dinge ungetrübter und klarer wahrnehmen / mitbekommen und betrachten können und unser Wille nicht so von alten verdrängten Gefühlen bestimmt und gelenkt wird. Die Qualitätssteigerung liegt also, in der verbesserten Wahrnehmung und einer größeren inneren Freiheit.

Der primärtherapeutische Prozess nimmt ein Teil der die Wahrnehmung trübenden und störenden Ängste, Schmerzen, Spannungen, verdrängte Erfahrungen, aber auch die auf diesen verdrängten Inhalten aufbauenden verzerrten kognitiven Muster aus unserem System in dem diese Inhalte einer bewussten Verarbeitung zugeführt werden. Sie sind dann zwar noch Teil z.B. unserer Erinnerungen, aber sie liegen am Grund des Tümpels und wirbeln keinen Schlamm mehr auf.

Wobei sich niemand der Illusion hingeben sollte, der Tümpel sei schnell geklärt, eigentlich ist der Tümpel groß wie ein Meer und die Aufgabe entgültig zu lösen wahrscheinlich eine Lebensaufgabe, wenn nicht unmöglich.

Aber, in diesem Fall ist der Weg das Ziel und dieser Weg wirft schon Füchte ab, von denen sie und ihre Umgebung profitieren.

Das Arbeiten an unserem Bewusstsein im Sinne der Primärtherapie ermöglichte es uns, mehr mitzubekommen, was uns eigentlich treibt, der therapeutische Prozess nimmt uns die sonst so allgegenwärtige Selbsttäuschung was uns ermöglicht an uns zu arbeiten. Die Primärtherapie führt dazu, das wir uns selbst klarer sehen und einschätzen können und auch die Menschen um uns herum. Wir bekommen mehr mit von uns selbst und von den anderen Menschen. Was für Familie, Beziehung, Kindererziehung , Beruf , persönliche Entwicklung etwas ganz Grundlegendes ist. Wir können alte Muster hinter uns lassen und entwicklen uns weiter. Wohin die Entwicklung uns führen kann bleibt dabei eine Unbekannte, denn der Prozess ist nach oben wohl recht offen. Wir gehen in jedem Fall gestärkt und bewusster aus dem Therapieprozess hervor und haben die Qualität unsres Bewusstsein weiterentwickelt. Wir werden im Laufe dieses Therapieprozesses selbstbewusster und mehr wir selbst.